Man verwendet Gefäße mit einem hohen Rand, wie Gefäße die im Handel für Salate verwendet werden, vorzugsweise Größen für 400g – 500g.
Es kommen mit einer Kaffeemühle zerkleinerte Haferflocken zum Einsatz. Je feiner es wird, umso schneller kommen die Mikrowürmer hoch, je gröber, umso länger funktioniert der Ansatz. Eine Haferflockenmarke, die man gefunden hat, sollte man nicht mehr wechseln. Mit manchen Marken funktioniert es nicht. Bio muss nicht zwingend besser sein. Möchte man den Aufwand nicht betreiben, kann man auch Schmelzflocken benutzen.
Das gewählte Gefäß wird etwa 1 cm mit Haferflocken oder Schmelzflocken gefüllt, plus eine kleine Menge Trockenhefe. Davon nicht zu viel. Riecht der Ansatz alkoholisch, war es zu viel und der Ansatz benötigt etwas mehr Zeit und er entwickelt sich langsamer. Den Ansatz vorsichtig mit Wasser befüllen. Es sollte eine nasse breiige Masse entstehen. Da die Haferflocken erst quellen, immer wieder etwas nachgießen. Wird es zu nass, mit weiteren Haferflocken entfeuchten.
Ist ausreichen Feuchte vorhanden, die Flocken mit Mikrowürmer aus einem anderen Ansatz impfen. Den Deckel locker auflegen und warten. Nach einigen Tagen entwickeln sich die Mikros so stark, dass sie an den Wänden hoch gehen. Das ist die Zeit zum Ernten. Der Autor verwendet einen kleinen schmalen Pinsel und zieht die Mikros vom Rand ab. Diese Menge spült man in einem mit Wasser gefülltem Glas ab. Manchmal mehrmals. Die Mikros im Wasserglas kann man nun verfüttern, in dem man das Wasser zu den Fischen gießt.
So ein Ansatz funktioniert über Wochen, manchmal über Monate. Wird er zu nass, einfach Haferflocken dazu geben, wird er zu trocken, etwas Wasser nachgeben. Lässt die Menge nach, kann man beides dazu geben, plus etwas Hefe. Es ist ratsam, mindestens 2 Ansätze zeitversetzt parallel zu betreiben, weil immer die Gefahr besteht, dass ein Ansatz nicht funktioniert oder durch Unachtsamkeit austrocknet. Einen ausgetrockneten Ansatz kann man oft wiederbeleben. Ich würde ihn dann aber nicht mehr zum Verfüttern nehmen, sondern nur, um einen neuen Ansatz zu impfen.
Es gibt unterschiedliche Varianten, die funktionieren. So kann man statt Haferflocken Semmelbrösel benutzen, Wasser durch Milch ersetzten, statt Trockenhefe verwendet man frische Hefe. Anstelle des Pinsels erntet man mit Ohrstäbchen.
